Pro-Kopf verbraucht der Österreicher im Jahr 88,5 l Mineral- und Tafelwasser. Ein Grund für die Wahl von Mineralwasser, trotz vorzüglicher Leitungswasserqualität, ist der ernährungsphysiologische Aspekt. Mineralwasser verweilt meist sehr lange in den Quellen im Untergrund. Dadurch kommt es zur Ausprägung von Eigenschaften, die die Mineralstoffzusammensetzung, den Geruch und den Geschmack beeinflussen. Die Inhaltsstoffe machen Mineralwasser zu einem empfehlenswerten Ergänzungsprodukt für eine hinreichende Vitalstoffversorgung.

Wir haben uns die bekanntesten österreichischen Mineralwasser angesehen und hinsichtlich ihrer Mineralstoffzusammensetzung und Heilwirkung verglichen.

 

Platz 1 – Das beste Mineralwasser: Sicheldorfer

 

Sicheldorfer

Sicheldorfer Mineralwasser

Dieses Mineralwasser hat das Prädikat „Heilwasser“ absolut verdient. Der Mineralstoffgehalt ist überwältigend und die Sofortwirkung bei Sondbrennen kann der Autor selbst bestätigen. Das Sicheldorfer Mineralwasser wird nach längerer Pause zum Glück wieder vertrieben. Erhältlich ist es leider nur in ausgewählten Filialen.

+ Höchster Mineralstoffgehalt aller österreichischen Mineralwasser

+ Hilft nachweislich bei Sodbrennen und Magenschmerzen

+ Mit großem Abstand höchster Jod-Gehalt

+ Mit großem Abstand höchster Fluorid-Gehalt

+ Enthält viel Jod

+ Mineralwasser mit Eisen (enthält Eisen)

– Für Säuglinge und Kinder aufgrund des hohen Mineralstoffgehalts nicht zu empfehlen

– Geschmacklich vielleicht nicht jedermanns Sache

– Enthält Fluorid

 

Platz 2 – Johannisbrunnen

Mit deutlichem Abstand zu Platz 1 findet sich an zweiter Stelle das Johannisbrunnen Heilwasser. Laut Hersteller soll dieses Heilwasser entgiftet, den Stoffwechsel anregen und die Schlackenausscheidung fördern.

+ Mineralwasser mit hohem Mineralstoffgehalt

+ Hoher Gehalt an Hydrogencarbonat

+ Mineralwasser mit viel Jod (enthält mehr Jod als der Durchschnitt)

+ Mineralwasser mit Eisen (enthält Eisen)

 

Platz 3 – Preblauer

Preblauer Mineralwasser

Das Kärntner Heilwasser Preblauer ist ein natürliches basisches Wasser und wirkt laut Hersteller gegen Übersäuerung, bei Magen- und Darmproblemen, Nierenerkrankungen, Diabetes Typ II, Gicht sowie Atemwegserkrankungen. Es ist seit über 70 Jahren als Heilquelle amtlich anerkannt.

+ Dritthöchster Mineralstoffgehalt

+ Hoher Calciumgehalt

+ Mineralwasser mit Kieselsäure

+ Quelle enthält geringe Mengen an Lithium (Preblauer vertreibt das Produkt Sunshine welches doppelt so viel Lithium enthält, wie das normale Preblauer Mineralwasser. Du kannst Preblauer Sunshine Lithium hier kaufen.)

Enthält Spuren des Zuckerersatzstoff Acesulfam

Platz 4 – Longlife

Longlife Mineralwasser

Das Radkersburger Wasser „longlife“ hat einen geringen Natrium-Gehalt und dämpft durch seinen Hydrogencarbonat-Gehalt überschüssige Bildung der Magensäure (Sodbrennen). Zudem wirken die enthaltenen Calcium-Ionen günstig auf entzündliche Prozesse der Schleimhaut ein.

+ Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt

+ Viel Calcium

+ Mineralwasser mit Kieselsäure

 

Platz 5 – Juvina

Juvina Mineralwasser

 

+ Mineralwasser mit Lithium (enthält geringe Mengen Lithium)

+ Mineralwasser mit hohem Calciumgehalt

 

Platz 6 – Peterquelle

Peterquelle Mineralwasser

+ Mineralwasser mit Jod

+ geschmacklich sehr gut (Achtung: stark subjektive Bewertung des Autors)

 

Die restlichen Mineralwasser

Die Top-6 Mineralwasser haben wir hier angeführt. Den Rest haben wir uns gespart, da sie in der Heilwirkung selbst unauffällig werden aufgrund der geringen Mineralstoffe. Alle verglichenen österreichischen Mineralwasser im Vergleich findet ihr in der Mineralwasservergleich-Übersicht.

Mineralwasser Inhaltsstoffe

Damit der Mineralwasservergleich besser zu interpretieren ist, hier einige Angaben über die Inhaltsstoffe.

Sulfat

Sulfat ist eine natürliche Schwefelverbindung und Bestandteil der Körpereiweiße und der Knorpelsubstanz. Es hat eine verdauungsfördernde Wirkung bekannt und regt den Gallenfluss an. Seine Eigenschaften können besonders im Zusammenspiel mit Magnesium und Calcium noch verstärkt werden. Eine zu hohe Konzentrationen (>1.200 mg/l) von Sulfat im Mineralwasser kann jedoch zu Verdauungsproblemen führen. Die Trinkwasserverordnung schreibt für Sulfat einen Grenzwert von 250 mg/l vor.

Fazit: je weniger Sulfat desto besser.

Hydrogencarbonat

Hydrogencarbonat wird vom menschlichen Körper selbst gebildet wird. Damit wird der pH-Wert des Blutes geregelt und der Säure-Basen-Haushalt in Balance gehalten. Bei der üblichen westlichen Lebensweise fällt es dem Körper allerdings schwer, eine hohe Übersäuerung mit eigener Kraft auszugleichen. Er benötigt daher zusätzliches Hydrogencarbonat, welches durch Mineralwasser zugeführt werden kann. Wenn das Mineralwasser über 1300 mg Hydrogencarbonat pro Liter bieten, kann es den Körper unterstützen, Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts auszugleichen oder zu mildern.

Fazit: je mehr Hydrogencarbonat desto besser.

Chlorid

Chlorid wird üblicherweise durch die Nahrung als Kochsalz augenommen. Dieses  besteht aus Natrium und Chlorid. Es die Wasserverteilung in den Körperräumen. Da wir durch das Salz üblicherweise schon genug Chlorid aufnehmen, gilt hier auch je weniger desto besser.

Empfohlene Chlorid-Zufuhr 830 mg/Tag.

Fazit: je weniger Chlorid desto besser.

Natrium

Natrium ist ein Mineral, das der Körper für den Säure-Basen-Haushalt benötigt und welches wir hinreichend durch die Nahrung in Form von Kochsalz aufgenommen wird.

Empfohlene Natrium-Zufuhr 550 mg/Tag.

Fazit: je weniger Natrium desto besser.

Magnesium

Das lebenswichtige Mineral Magnesium ist unter anderem für die normale Muskelfunktion notwendig.

Empfohlene Magnesium-Zufuhr 400 mg/Tag.

Fazit: je mehr Magnesium desto besser.

Kalium

Kalium ist ein Mineralstoff, der vor allem im Inneren von Körperzellen vorkommt. Es ist für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich.

Empfohlene Kalium-Zufuhr 2000 mg/Tag.

Fazit: je mehr Kalium desto besser.

Calcium

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Knochenstoffwechsel und für die korrekte Funktion von Enzymen. Es hilft bei innerer Unruhe und ist unerlässlich bei Allergie, Juckreiz, quälendem Durchfall wegen Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Der Grenzwert für Calcium-Zufuhr liegt bei 1000 mg/Tag. Bis 2000 mg/Tag gilt die Aufnahme als unbedenklich.

Fazit: je mehr Calcium desto besser.

Jod

Jod ist ein essentielles Spurenelement. Der Körper kann es nur über die Nahrung aufnehmen. Österreich ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, es ist kaum in den Böden vorhanden. Um diesen Mangel auszugleichen, wird Salz üblicherweise Jod zugesetzt. Mineralwasser kann bei der Jodaufnahme unterstützen.

Der Grenzwert für Jod liegt bei 200 ug / Tag.

Fazit: je mehr desto besser.

Nitrat

Nitrat wird als Natur- und Kunstdünger in den Boden eingearbeitet um den landwirtschaftlichen Anbau zu maximieren. Das was von den Pflanzen nicht gebunden wird, wird mit Regen in das Grund- und Oberflächenwasser eingeführt. Grund- und Oberflächenwasser ist die Quelle unseres Trinkwassers ist, daher befinden sich Nitrate und Nitrite im Trinkwasser. Und die Anzahl dieser ist von Jahr zu Jahr steigend.

Nitrat selbst ist nicht giftig. Ganz im Gegenteil: Es senkt den Blutdruck, sorgt für eine gesunde Verdauung und fördert die Durchblutung. Nitratreich-Ernährte sind sportlich leistungsfähiger.

Das Problem beim Nitrat ist das Nitrit, denn dieses ist an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt. Denn Nitrat kann durch nitritbildende Bakterien im Margen-Darm-Trakt zu Nitrit reduziert werden. Wir sprechen hier von Umwandlungsraten zwischen 5% bei Erwachsenen und bis zu 20% bei Säuglingen.

Der Grenzwert für Nitrat-Zufuhr liegt bei 25 mg/l.

Fazit: je weniger Nitrat desto besser.

Fluorid

An Fluorid scheiden sich die Geistern. Fluorid begegnet uns oft: Schwarztee, Fisch und in den meisten Zahncremes. In den USA wird Fluorid sogar dem Trinkwasser zugesetzt. Doch Kritiker bringen Fluoride mit zahlreichen Leiden in Verbindung, wie Arthritis, Diabtetes, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenleiden und sogar Krebs. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat keinen Wert für einen täglichen Fluoridbedarf festgelegt, da Fluorid kein essentielles Spurenelement ist. Aufgrund der widersprüchlichen Studienlage und der Annahme, das wir Fluorid bereits durch andere Weg ezu uns führen, bewerten wir zusätzliches Fluorid als eher negativ.

Alle Werte zum Mineralwasservergleich können in der Tabelle mit der Mineralwasserübersicht eingesehen werden.

Photo by Tekke


9 Kommentare

Andreas · Juli 12, 2017 um 9:40 am

Das Sicheldorfer Heilwasser mit der Sofortwikung bei Sodbrennen gibt es wieder!!

    Maximilian Maier · Januar 20, 2018 um 11:16 am

    Richtig, wenn auch schwer erhältlich. Vielen Dank.

Ursula Allwinger · Januar 20, 2018 um 10:13 am

Hat „Juvina“ Jod ?

Karl Riedl · Januar 20, 2018 um 3:22 pm

Fluorid,bitte revidieren Sie Meinung über Fluorid.Bitte rescherschieren in den diversen Beiträgen, oder Jod ist wichtig aber nicht durch Jodsalz.MfG.Karl Riedl

    Maximilian Maier · Januar 21, 2018 um 1:40 pm

    Vielen Dank für die Rückmeldung. Wir haben uns Fluorid noch einmal genauer angeschaut und haben den Text um das „Fluorid“-Kapitel ergänzt. An unserer Deutung hat sich jedoch nichts geändert.
    Hauptgründe sind hier und hier nachzulesen.

      MARKUS Pelzmann · Januar 29, 2018 um 10:15 pm

      Elementares Fluor ist sehr giftig und stark ätzend. Seine Salze (Fluoride und diverse Fluorokomplexsalze wie Natriummonofluorphosphat) sind in höherer Konzentration ebenfalls sehr giftig, werden in Spuren aber zur Prophylaxe von Zahnkaries verabreicht. Sie werden deswegen teilweise dem Trinkwasser oder Zahnpasten usw. beigesetzt (Fluoridierung)

      Das Fluorid im Speisesalz, in Mineralwässern, in vielen konventionell angebauten und verarbeiteten Nahrungsmitteln sowie in Zahncremes stellt für die Zirbeldrüse eine besondere Gefahr dar, denn das Fluorid sammelt sich in ihrem Gewebe an und lässt sie schliesslich verhärten.

        Maximilian Maier · Januar 30, 2018 um 3:00 pm

        DAnke für den konstruktiven Beitrag!

Monika Steinbauer · Mai 9, 2018 um 5:12 pm

Longlife gibt es auch in der Glasflasche, Sicheldorfer leider nicht.

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