Pro-Kopf verbraucht der Österreicher im Jahr 88,5 l Mineral- und Tafelwasser. Ein Grund für die Wahl von Mineralwasser, trotz vorzüglicher Leitungswasserqualität, ist der ernährungsphysiologische Aspekt. Mineralwasser verweilt meist sehr lange in den Quellen im Untergrund. Dadurch kommt es zur Ausprägung von Eigenschaften, die die Mineralstoffzusammensetzung, den Geruch und den Geschmack beeinflussen. Die Inhaltsstoffe machen Mineralwasser zu einem empfehlenswerten Ergänzungsprodukt für eine hinreichende Vitalstoffversorgung.

Wir haben uns die bekanntesten österreichischen Mineralwasser angesehen und hinsichtlich ihrer Mineralstoffzusammensetzung und Heilwirkung verglichen.

 

Platz 1 – Das beste Mineralwasser: Sicheldorfer

 

Sicheldorfer

Sicheldorfer Mineralwasser

Gleich das Traurige zum Schluss: Zur Zeit ist Wasser aus der Josefsquelle in der Steiermark nicht erhältlich, da der Firma Sicheldorfer der Pachtvertrag für die Quelle gekündigt wurde. Lichtblick: ein anderer Anbieter hat sich die Quelle gesichert und wird das Wasser der Quelle 2017 wieder vertreiben.

+ Höchster Mineralstoffgehalt aller österreichischen Mineralwasser

+ Hilft nachweislich bei Sodbrennen und Magenschmerzen

+ Mit großem Abstand höchster Jod-Gehalt

+ Mit großem Abstand höchster Fluorid-Gehalt

+ Enthält viel Jod

+ Enthält Eisen

– Für Säuglinge und Kinder aufgrund des hohen Mineralstoffgehalts nicht zu empfehlen

– leider zur Zeit nicht mehr erhältlich

– Enthält Fluorid

 

Platz 2 – Johannisbrunnen

Mit deutlichem Abstand zu Platz 1 findet sich an zweiter Stelle das Johannisbrunnen Heilwasser. Laut Hersteller soll dieses Heilwasser entgiftet, den Stoffwechsel anregen und die Schlackenausscheidung fördern.

+ Hoher Mineralstoffgehalt

+ Hoher Gehalt an Hydrogencarbonat

+ Enthält mehr Jod als der Durchschnitt

+ Enthält Eisen

 

Platz 3 – Preblauer

Preblauer Mineralwasser

Das Kärntner Heilwasser Preblauer ist ein natürliches basisches Wasser und wirkt laut Hersteller gegen Übersäuerung, bei Magen- und Darmproblemen, Nierenerkrankungen, Diabetes Typ II, Gicht sowie Atemwegserkrankungen. Es ist seit über 70 Jahren als Heilquelle amtlich anerkannt.

+ Dritthöchster Mineralstoffgehalt

+ Hoher Calciumgehalt

+ Enthält Kieselsäure

+ Quelle enthält geringe Mengen an Lithium (Preblauer vertreibt das Produkt Sunshine welches doppelt so viel Lithium enthält, wie das normale Preblauer Mineralwasser. Du kannst Preblauer Sunshine Lithium hier kaufen.)

Enthält Spuren des Zuckerersatzstoff Acesulfam

Platz 4 – Longlife

Longlife Mineralwasser

Das Radkersburger Wasser „longlife“ hat einen geringen Natrium-Gehalt und dämpft durch seinen Hydrogencarbonat-Gehalt überschüssige Bildung der Magensäure (Sodbrennen). Zudem wirken die enthaltenen Calcium-Ionen günstig auf entzündliche Prozesse der Schleimhaut ein.

+ hoher Magnesiumgehalt

+ hoher Calciumgehalt

+ enthält Kieselsäure

 

Platz 5 – Juvina

Juvina Mineralwasser

 

+ enthält geringe Mengen Lithium

+ hoher Calciumgehalt

 

Platz 6 – Peterquelle

Peterquelle Mineralwasser

+ enthält Jod

 

Die restlichen Mineralwasser

Die Top-6 Mineralwasser haben wir oben angeführt. Alle verglichenen österreichischen Mineralwasser im Vergleich findet ihr in der Mineralwasservergleich-Übersicht.

Mineralwasser Inhaltsstoffe

Sulfat

Sulfat ist eine natürliche Schwefelverbindung und Bestandteil der Körpereiweiße und der Knorpelsubstanz. Es hat eine verdauungsfördernde Wirkung bekannt und regt den Gallenfluss an. Seine Eigenschaften können besonders im Zusammenspiel mit Magnesium und Calcium noch verstärkt werden. Eine zu hohe Konzentrationen (>1.200 mg/l) von Sulfat im Mineralwasser kann jedoch zu Verdauungsproblemen führen. Die Trinkwasserverordnung schreibt für Sulfat einen Grenzwert von 250 mg/l vor.

Fazit: je weniger Sulfat desto besser.

Hydrogencarbonat

Hydrogencarbonat wird vom menschlichen Körper selbst gebildet wird, um den pH-Wert des Blutes zu regeln und damit den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten. Bei der üblichen westlichen Lebensweise fällt es dem Körper allerdings schwer, eine hohe Übersäuerung mit eigener Kraft auszugleichen. Er benötigt daher zusätzliches Hydrogencarbonat, welches durch Mineralwasser zugeführt werden kann. Wenn das Mineralwasser über 1300 mg Hydrogencarbonat pro Liter bieten, kann es den Körper unterstützen, Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts auszugleichen oder zu mildern.

Fazit: je mehr Hydrogencarbonat desto besser.

Chlorid

Chlorid wird üblicherweise durch die Nahrung als Kochsalz, welches aus Natrium und Chlorid besteht, aufgenommen und regelt die Wasserverteilung in den Körperräumen. Da wir durch Das Salz schon genug Chlorid aufnehmen, gilt hier auch je weniger desto besser.

Empfohlene Chlorid-Zufuhr 830 mg/Tag.

Fazit: je weniger Chlorid desto besser.

Natrium

Natrium ist ein Mineral, das der Körper für den Säure-Basen-Haushalt benötigt und welches wir hinreichend durch die Nahrung in Form von Kochsalz aufgenommen wird.

Empfohlene Natrium-Zufuhr 550 mg/Tag.

Fazit: je weniger Natrium desto besser.

Magnesium

Das lebenswichtige Mineral Magnesium ist unter anderem für die normale Muskelfunktion notwendig.

Empfohlene Magnesium-Zufuhr 400 mg/Tag.

Fazit: je mehr Magnesium desto besser.

Kalium

Kalium ist ein Mineralstoff, der vor allem im Inneren von Körperzellen vorkommt. Es ist für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich.

Empfohlene Kalium-Zufuhr 2000 mg/Tag.

Fazit: je mehr Kalium desto besser.

Calcium

Calcium ist ein wichtiger Mineralstoff für den Knochenstoffwechsel und für die korrekte Funktion von Enzymen. Es hilft bei innerer Unruhe und ist unerlässlich bei Allergie, Juckreiz, quälendem Durchfall wegen Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Der Grenzwert für Calcium-Zufuhr liegt bei 1000 mg/Tag. Bis 2000 mg/Tag gilt die Aufnahme als unbedenklich.

Fazit: je mehr Calcium desto besser.

Jod

Jod ist ein essentielles Spurenelement. Der Körper kann es nur über die Nahrung aufnehmen. Österreich ist ein Jodmangelgebiet, das heißt, es ist kaum in den Böden vorhanden. Um diesen Mangel auszugleichen, wird Salz üblicherweise Jod zugesetzt. Mineralwasser kann bei der Jodaufnahme unterstützen.

Der Grenzwert für Jod liegt bei 200 ug / Tag.

Fazit: je mehr desto besser.

Nitrat

Nitrat wird als Natur- und Kunstdünger in den Boden eingearbeitet um den landwirtschaftlichen Anbau zu maximieren. Das was von den Pflanzen nicht gebunden wird, wird mit Regen in das Grund- und Oberflächenwasser eingeführt. Grund- und Oberflächenwasser ist die Quelle unseres Trinkwassers ist, daher befinden sich Nitrate und Nitrite im Trinkwasser. Und die Anzahl dieser ist von Jahr zu Jahr steigend.

Nitrat selbst ist nicht giftig. Ganz im Gegenteil: Es senkt den Blutdruck, sorgt für eine gesunde Verdauung und fördert die Durchblutung. Nitratreich-Ernährte sind sportlich leistungsfähiger.

Das Problem beim Nitrat ist das Nitrit, denn dieses ist an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt. Denn Nitrat kann durch nitritbildende Bakterien im Margen-Darm-Trakt zu Nitrit reduziert werden. Wir sprechen hier von Umwandlungsraten zwischen 5% bei Erwachsenen und bis zu 20% bei Säuglingen.

Der Grenzwert für Nitrat-Zufuhr liegt bei 25 mg/l.

Fazit: je weniger Nitrat desto besser.

Photo by Tekke

Kategorien: Gesundheit

1 Kommentar

Andreas · Juli 12, 2017 um 9:40 am

Das Sicheldorfer Heilwasser mit der Sofortwikung bei Sodbrennen gibt es wieder!!

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