Corona und die Relation

Wir ächzen und stöhnen – Corona hat uns fest im Griff. Doch setzten wir das ganze mal in Relation und lassen den fiktiven Franz erzählen:

Ich wurde 1900 geboren,
als ich 14 Jahre war, begann der erste Weltkrieg
er endete mit meinem 18ten Geburtstag und
ließ 22 Millionen Tote auf den Schlachtfeldern zurück.

Kurz danach traf uns eine globale Pandemie.
Wir nannten sie die „Spanische Grippe“.
Sie tötete 50 Millionen Menschen.
Ich überlebte. Ich war 20.

Dann mit 29 traf uns die globale Wirtschaftskrise,
was an der New Yorker Börse begann, führte bei uns zu
Inflation, Arbeitslosigkeit und Hunger.

Mit 39 begann der 2. Weltkrieg.
6 Jahre später endete er – ich war 45.
60 Millionen Menschen starben.
7 Jahre später wurde weiter getötet. Der Koreakrieg begann.

Ein 1985 geborenes Kind glaubt, dass seine Großeltern keine Ahnung haben, wie schwierig das Leben ist, aber sie haben mehrere Kriege und Katastrophen überlebt.

Ein 1995 geborenes und heute 25 Jahre altes Kind denkt, dass es das Ende der Welt ist, wenn sein Amazon-Paket mehr als drei Tage braucht, um anzukommen, oder wenn er nicht mehr als 15 Likes für ihr Foto bekommt, das auf Facebook oder Instagram gepostet wurde.

Im Jahr 2020 leben viele von uns komfortabel und haben oft mehr, als wir brauchen.

Nichts davon gab es vorher.


Aber wir haben weitaus katastrophalere Umstände überlebt. Auch Corona wird vorbeigehen. Und weitere Krisen werden kommen.

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